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«Mit unserer Art zu denken kommen wir nicht weiter»

«Mit unserer Art zu denken kommen wir nicht weiter. Wir können uns zwar einen spannenden Schlagabtausch zwischen Politikern, Wirtschaftsvertretern und Jugendlichen liefern, aber die wirklich wichtige Frage ist die, nach welchen Idealen wir leben wollen und was für eine Vision von einem Leben wir haben, das im Einklang steht mit der Natur. Alles andere ist Pflästerlipolitik. Ist zum Beispiel die Mobilität, ist das Auto, ist das Flugzeug, sind das alles erstrebenswerte Ziele, machen sie uns glücklich, ist das der Sinn des Lebens?»
(Jann Kessler, jugendlicher Klimastreikender, in der Diskussionssendung «Arena» des Schweizer Fernsehens SRF1 vom 15. März 2019)

Ein Statement, das es auf den Punkt bringt. Die «alte» Form von Politik, der «Schlagabtausch» zwischen verschiedenen politischen Positionen und Parteien, von denen jede die Wahrheit für sich alleine in Anspruch nimmt und dem «Gegner» jegliche Glaubwürdigkeit abspricht, hat endgültig ausgedient. Wir sind alle Menschen und zu 99 Prozent «ticken» wir gleich. Statt uns das, was uns voneinander trennt, gegenseitig um die Ohren zu schlagen, täten wir besser daran, uns auf das zu konzentrieren, was uns verbindet, nämlich die tief in uns allen liegende Sehnsucht nach einer guten, friedlichen, gerechten Zukunft. Dass sich die klimastreikende Jugend bewusst von der Vereinnahmung durch die politischen Parteien distanziert, ist mehr als berechtigt und konsequent. Sie, die Jugend, lebt uns eine neue Form von «Politik» vor, ehrlich, konsequent, voller Idealismus, voller Leidenschaft, voller Energie, voller Lust, voller Wahrheitsliebe, eine Politik, von der wir Erwachsene nur lernen können, um gemeinsam den Weg in eine lebenswerte Zukunft zu suchen.

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